Allergische Erkrankungen sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Volkskrankheit geworden und geh√∂ren zu den h√§ufigsten Erkrankungen des Menschen √ľberhaupt. Ca. 30% der deutschen Bev√∂lkerung leiden heute unter allergischen Symptomen.

Grunds√§tzlich reagiert das Immunsystem bei Allergikern auf bestimmte Stoffe (Allergene) √ľberempfindlich. Diese Allergene k√∂nnen zeitlich begrenzt (saisonal) oder ganzj√§hrig (perennial) auftreten.

Welche Allergene gibt es?

 

Pollen (saisonal)
dienen der Vermehrung von Pflanzen (wie B√§ume, Str√§ucher und Gr√§ser). Nach Bl√ľhbeginn verbreitet der Wind die Pollen, die mit der Atemluft auch in die Atemwege gelangen.

Haustiere (perennial) 
mit Haaren, wie Katze, Hund, Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen. Ausl√∂sende Allergene sind neben dem Haar auch der Speichel und anhaftende Hautschuppen. 

Die Hausstaubmilbe (perennial) 
lebt in Wohnungen und H√§usern, wo K√∂rperw√§rme und K√∂rperfeuchtigkeit des Menschen f√ľr sie ideale Lebensbedingungen schaffen. Allergien gegen Hausstaubmilben sind sehr h√§ufig. Genau genommen ist aber nicht die Hausstaubmilbe selbst das Allergen, sondern ihr Kot, der austrocknet und als Schwebebestandteil der Luft eingeatmet wird. 

Schimmelpilze (perennial)
bilden Sporen, die zum Zweck der Vermehrung in die Luft abgegeben werden. Schimmelpilze treten im Freien saisonal von Mai bis August auf, in R√§umen mit Schimmelbefall sind die Beschwerden ganzj√§hrig. 

Unbehandelte Allergien k√∂nnen unter Umst√§nden zu der Ausbildung eines allergischen Asthmas f√ľhren.

Welche spezielle Diagnostik wird in unserer Praxis durchgef√ľhrt?


Neben der allgemeinen HNO-√§rztlichen Untersuchung (inkl. Endoskopie) wird eine spezielle Allergie-Anamnese erhoben. Weitergehend erfolgt eine Nasendurchflusspr√ľfung (Rhinomanometrie). Zur Differenzierung m√∂glicher Allergien wird ein Prick-Test auf der Haut durchgef√ľhrt, gefolgt von ggf. weitergehender Diagnostik, wie der intranasalen Provokation, dem Scratch-Test oder einer RAST-Untersuchung.

Welche Therapie erfolgt in unserer Praxis?


Prim√§r werden unsere Patienten √ľber ihr Krankheitsbild ausf√ľhrlich aufgekl√§rt und -falls m√∂glich- eine Allergenkarenz empfohlen.

Spezifische Immuntherapie (SIT): Hierbei werden dem K√∂rper Allergene in aufsteigender Dosierung (als Spritze unter die Haut oder in Einzelf√§llen als Fl√ľssigkeit unter der Zunge) zugef√ľhrt. Ziel dieser Allergie-Impfung (fr√ľhere Bezeichnung: Hyposensibilisierung) ist es, die Immunlage des K√∂rpers dahingehend zu ver√§ndern, dass eine Toleranz gegen√ľber den Allergieausl√∂sern erreicht wird. 

Symptomatische medikamentöse Therapie mit Nasenspray, antiallergischen Tabletten oder Augentropfen.

In Einzelfällen kann bei einer stark eingeschränkten Behinderung der Nasenatmung auch ein operativer Eingriff (Korrektur der Nasenscheidewand in Vollnarkose oder Reduktion der Nasenmuschelschleimhaut mit dem Laser in örtlicher Betäubung) notwendig sein.